Mein aufregender Ausflug in die Fine-Art-Portraitfotografie

Workshop im Atelier Nordbrise

Trotz mehrerer Irrfahrten (was soll ich sagen? Unbekannte Strecke, Dauerregen, Nebel und damit lahmes GPS, mehr muss ich wohl nicht sagen), schaffte ich es erstaunlicherweise pünktlich zum → Atelier Nordbrise, wo die anderen Teilnehmerinnen und ich von Eva Miehe, der Gastgeberin, herzlich empfangen und in ihr Wunderreich entführt wurden. Ich war ganz begeistert (und ein klitzekleines bisschen neidisch) von dem großen Fotoatelier, welches gänzlich liebevoll in Holz gehalten war. Also weit weg von den sterilen Studios die man von Fotografen sonst so gewohnt ist.
Ich habe mich gleich wohl und wie zu Hause gefühlt – ich denke, da muss ich mir noch ein paar Deko-Ideen klauen 🙂

Carol Ann Neil, unsere Workshop-Leiterin, (→ Website von Carol Ann) startete gleich voll durch, was mich ein bisschen in Bedrängnis brachte, da ihr Glasgower Akzent mein etwas angerostetes Schulenglisch ziemlich herausforderte und mich teils auch überforderte.
Punkt für die ToDo-Liste: Englisch auffrischen 🙂

Ein zauberhaftes Geschwisterpaar

Die zwei Mädchen, ein Geschwisterpaar von 8 und 12 Jahren, welches wir fotografieren durften, trafen bald nach uns mit mit ihrer Babyschwester und Mama ein. Carol Ann zeigte uns nebenbei die mitgebrachten Kleider und frisierte anschließend die Mädels persönlich – und quasselte dabei ohne Unterlass 🙂 – und dann ging es auch schon mit dem Shooting der Jüngeren los. Mit Blitz und einer 1,8cm großen Softbox wurden die Mädchen stehend, sitzend und mit max. 1 Accessoire fotografiert. Dabei begeisterten die beiden Schwestern uns alle mit ihrer Gelassenheit während des Shootings.

Zudem begeisterten uns Fotografinnen die wunderschönen, handgemalten Leinwandhintergründen. Mich hat das zu einem weiteren Malexperiment inspiriert – mal sehen, ob die Idee aus meiner Scanner-Projektmappe umgesetzt wird oder dort noch länger schlummert…

Auf jeden Fall war ich komplett geflasht, mit wie einfachen Mitteln man doch wunderschöne Aufnahmen entstehen lassen kann.
Was wieder einmal beweist: Ich denke einfach immer viel zu kompliziert 🙁

Neugierig geworden? Ein kleines bisschen?

Vorher / Nachher-Aufnahmen

Damit Ihr Euch einmal vorstellen könnt, was wir Fotografen bzw. ich unter „bearbeiten“ verstehe, habe ich Euch ein paar Fotos als Vorher/Nachher-Version (Originalbild (SOOC … Straight Out of Camera) und die fertige bearbeitete Aufnahme) abgespeichert. Ich hatte leider noch nicht die Zeit von jedem Set eine Aufnahme zu bearbeiten, dauert diese doch so um eine gute halbe Stunde pro Bild.

Wie Du siehst, ist die originale Rohdatei eher flau und teilweise auch sehr dunkel. Ich habe absichtlich „dunkler“ fotografiert, da man bei dunkleren Stellen die Farben/Bereiche und Tonstufen besser herausarbeiten und damit das Bild „modellieren“ kann, als dies bei überbelichteten (=zu hellen) Fotos möglich ist.

Und ja, das ist mein eigener Bearbeitungsstil, der Stil von Carol Ann ist mir ein kleines bisschen zu viel Richtung Gemälde.

Und was saft Ihr? Wie gefallen Euch die FineArt-Portraits?

Soll ich die Fine-Art Fotografie in mein Repertoire aufnehmen?

Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

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Portraitaufnahme von Ursula Leopold
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